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BARFEN bei Hund und bei Katze

Barfen
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Rohfütterung, Barf, Frischfütterung

Was heißt barfen eigentlich?

Der Wortbegriff Barfen stammt eigentlich aus dem Englischen (= Bones And Raw Foods). Dies lässt sich aber im Deutschen gut mit “Biologisches Artgerechtes Rohes Futter” übersetzen.

Gemeint ist eine Methode zur Ernährung unserer Haushunde, die sich an den Fressgewohnheiten der Wölfe und wildlebender Hunde orientiert.

Diese ernähren sich von kleinen Beutetieren und deren Darminhalt, welche zum Teil auch pflanzliche Bestandteile enthalten.

Dementsprechend werden rohes Fleisch, Knochen und Gemüse verabreicht.

Was sind die Vorteile beim barfen?

Diese Form der Fütterung ist artgerechter und natürlicher als kommerzielle Kost und erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei Hundebesitzern.

Die Vorteile des Barfens liegen in

  • der meist guten geschmacklichen Akzeptanz,
  • der reduzierten Kotmenge
  • der individuellen Futterzusammenstellung (z.B. für Allergiker).

Nachteile des barfen

Der Aufwand dabei ist jedoch beträchtlich, und es ist für den Tierhalter nicht einfach, bedarfgerechte und ausgewogene Rationen zusammenzustellen.

Auch das Hygienerisiko ist nicht von der Hand zu weisen:

Hunde erkranken meist selbst nicht an Salmonellen oder Bandwürmern, können aber als Überträger für den Menschen dienen!

Wie sollte eine Futterration aussehen?

Generell sollte eine Ration aus 5 Hauptbestandteilen aufgebaut sein:

  1. Eiweißreiche Futtermittel (Fleisch, Schlachtabfälle)
  2. Getreideprodukte (Haferflocken, Nudeln)
  3. Rohfaserreiche Ergänzungen (Weizenkleie, Gemüse, Obst)
  4. Pflanzenöl oder Schweineschmalz
  5. Vitaminisiertes Mineralfutter

Darauf sollten Sie achten!

Pferd-, Geflügel- und Kaninchenfleisch sind fettarm, währenddessen Schaf- und Schweinefleisch eher fettreich sind. Grosse Knochenmengen können zu Verstopfungen, zu viel Pansen zu Blähungen führen.

Fische sind stets zu kochen und in nur begrenzten Mengen einsetzbar.

Eiweiß sollte nicht roh verfüttert werden. Kohlenhydrate sind nach Hitzebehandlung besser verdaulich/verwertbar für den Organismus. Deshalb ist es empfehelenswert Getreide (Weizen, Hirse, Reis, Kartoffeln) möglichst zu kochen.

Auch Quark, Joghurt oder Hüttenkäse kann hinzugefügt werden. Weiterhin ist zu beachten, dass der Bedarf an Mineralstoffen und Vitaminen durch alleinige Ergänzung von Obst und Gemüse nicht ausreichend gedeckt wird.

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Barfen

Da die Gefahr der Fehlversorgung an Energie und Nährstoffen nicht zu unterschätzen ist, sollte anfangs ein Ernährungsexperte zu Rate gezogen werden. Dieser berechnet einzelne Rationen und stellt diese zusammen. Dabei wir er Größe, Alter und Zustand des Tieres in der Berechnung beachten.

Barfen bei der Katze?

Barfen ist auch bei der Katze möglich, jedoch wesentlicher komplizierter, da sie oft starke Präferenzen für bestimmte Futtersorten zeigt. Diese erlernen Katzen bereits im jungen Alter.

Außerdem hat die Katze einen höheren Eiweiß- und Fettbedarf als der Hund, wogegen Kohlehydrate zu Durchfall führen können.

 

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