Kanalisation

Besuch in der Kanalisation von München

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Heute durfte ich als Begleitperson mit der Schulklasse meines Sohnes die Kanalisation in München besuchen.

Es war eine interessante Führung, wobei unsere Nasen natürlich auf eine harte Probe gestellt wurden.

Der erste Eingang befand sich in der Akademiestr. Dieser Fremdeneingang stammt aus dem Jahr 1884.

 

 

 

Fremdeneingang zur Kanalisation in der Akademiestr.

 

 

Hier wurden wir von unserem Führer herzlich begrüßt. Als Einleitung erhielten wir einen Überblick der Münchener Kanalisation.

Z.B. durch die Information, dass die Münchener Kanäle eine Länge von 2330 km hätten. Dies entspricht genau der Länge der Münchner Straßen mit ihren 6000 Straßennamen.

 

Geduldig beantwortete er die Fragen der Kinder, bevor es dann in die Kanalisation ging.

 

Kanalisation

 

Langsam stiegen wir die Treppen ins ungewisse hinunter. Der Geruch war zwar nicht angenehm, aber ich hatte es mir viel schlimmer vorgestellt.

 

Kanalisation

 

Unten angekommen sahen wir zum ersten Mal den Abwasserkanal. Hier wurden uns verschiedene Hebel erklärt. Natürlich auch warum man keine Lebensmittelabfälle ect. in die Toilette entsorgen sollte.

Daraufhin konnten die Kinder wieder ihre Fragen stellen. Dann ging es wieder nach oben an die frische Luft.

Das war schon mal ein interessanter erster Eindruck.

 

Natürlich war die Führung damit noch lange nicht zu Ende. Wir fuhren mit der U-Bahn bis zur Alten Heide wo unser Führer am nächsten Fremdeneingang auf uns wartete.

 

Fremdeneingang zur Kanalisation an der Alten Heide

 

Hier ging es dann in den Untergrund. Wo wir nach einer kurzen Erklärung einen Regenwasserauffangkanal ein gutes Stück entlang gingen. Dies natürlich im Dunkeln. Nur die beiden Führer hatten eine kleine Taschenlampe dabei.

Kanalisation

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem wir ein gutes Stück gegangen sind, erzählte uns unser Führer wieder ein bisschen über diesen Kanal, selbstverständlich hatte er auch ein paar Geschichten parat. Das interessante war, das man seine Stimme viel weiter hinter uns hörte. So als ob dort eine zweite Führung wäre.

Er erklärte uns das dies der Schall wäre und die Kinder es durch “Hallo” Rufe gerne selbst ausprobieren dürften. Das musste er natürlich nicht zweimal sagen. Die Kids und wir Erwachsenen waren fasziniert.

Schließlich ging es wieder nach oben und wir gingen zusammen mit unserem Führer zu einem von 13 Regenrückhaltebecken. Auf dem Weg erfuhren wir u.a.

  • warum Gullideckel rund und nicht quadratisch sind.

 

 

 

Warum?

Na weil ein runder Deckel nicht in den Schacht fallen kann. Und somit kann er natürlich auch keinen Schaden verursachen!

 

  • Das ein Deckel über 90 kg wiegt

 

  • und vor allem das es eigentlich überhaupt keinen Gullideckel gibt. Denn wenn es ein Deckel wäre, dann könnte ja kein Wasser abfließen. Diese Deckel nennt man Einstiegsluken.

 

 

 

 

 

Fremdeneingang Regenrückhaltebecken beim Nordfriedhof

 

Bei unserem letzten Punkt angekommen, stiegen wir eine ziemlich schmale und steile Treppe hinunter. Beim ersten Stopp konnte man über eine Mauer hinunter auf den Abwasserkanal gucken. Dieser war hier richtig reisend. Was von dem natürlichen Gefälle kommt.

 

Weiter ging es Stufen nach unten und wir standen im Regenrückhaltebecken. Unser erster Eindruck war, als ob wir in einer Tiefgarage stünden.

KanalisationKanalisation

 

 

Diese riesengroße “Halle” läuft bei Starkregen innerhalb von 20 Minuten mit Wasser voll.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lust auf mehr bekommen?

Buchung Führung in die Kanalisation unter:

Telefonnummer: 089/233 – 62008

oder

hier: via eMail

 

Die Münchner Stadtentwässerung weist jedoch darauf hin, dass es zu längeren Wartezeiten kommen kann, da die Führung in den Münchner Untergrund sehr gefragt ist!

 

Fazit: Das war ein sehr interessanter Ausflug, nicht nur für die Kids. Ich kann diese Führung nur weiterempfehlen!

 

Originally posted 2018-04-09 15:26:19.

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